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Die Schiesser AG ist der größte Unterwäschehersteller in Deutschland und die Schiesser AG ist ein Tochterunternehmen der Schiesser Group AG in der Schweiz. Die Schiesser Group AG wurde von Jacques Schiesser 1875 in Radolfzell am Bodensee gegründet. Schiesser war ehemaliger Webereibesitzer und fertigte erst in einem Tanzsaal in einem Gasthaus. Ab 1876 kaufte er sich eine Fabrikhalle in der er schon damals Unterwäsche fertigte. Damals waren es noch Trikotagen. Gegen 1880 wurde seine Firma schon größer und er beschäftigte rund 250 Mitarbeiter. Es dauerte nicht lange bis er Filialen in anderen Orten, wie Budapest, Stockach, Engen eröffnete. Er exportierte seine Ware auch bis nach dem Fernost. Gegen 1900 hatte er schon rund 600 Mitarbeiter und bekam für seine Abhärtungswäsche den „Grand Prix“. Bis zum richtigen Boom der Schiesser AG hat J. Schiesser nicht mehr gelebt. Er starb schon im Jahre 1913. Während des ersten und zweiten Weltkrieges musste die Schiesser ihren Export reduzieren und sie produzierten zum Großteil für das Heer. 1916 wurde die Schiesser zu einer Aktiengesellschaft gewandelt. In den 1920iger Jahren gab es eine Inflation sowie eine Weltwirtschaftskrise, die fast den Konkurs die Schiesser AG bedeutete. Im Jahre 1940 bekam sie den Titel „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ und ab dem Jahr 1950 gab es einen Aufschwung. Damals war Schiesser für die Entwicklung der Männerunterhosen bekannt. Heute stellt die Schiesser AG Unterwäsche für Männer als auch Frauen her und stellt auch für Marken wie Levi’s, Mexx oder Tommy Hilfiger Unterwäsche her. 2005 hat die Schiesser AG den 130. Geburtstag der Firma gefeiert und zwar mit einer Retro-Kollektion. Die Retro-Kollektion war im Stil der 20er, der 30er und der 50er Jahre.
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