Ein Evergreen unter den Schuhen

Was die Jeans bei der Beinbekleidung sind, das sind Pumps bei der Fußbekleidung. Ein nicht mehr wegzudenkendes modisches Original, dessen Ursprünge schon im 17. und 18. Jahrhundert liegen. Damals wurden die Schuhe allerdings von Männern getragen, zu Kniebundhosen und weißen Strümpfen. Heute sind sie eine (fast) reine Frauendomäne und werden zu Kleidern, Röcken und Hosen gleichermaßen kombiniert. Je nach Material und Absatzhöhe passen sie zu allem und sind ein absolutes Muss im Schuhschrank der Frau.

Entdeckung als bequeme Alternative

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Pumps von Dandys getragen und erst in den folgenden fünfzig Jahren übernahmen die Frauen sie. Die geschlossenen Lederschuhe waren bequemer als die damals üblichen Knopfstiefelletten, die meist nur einen wackeligen Pfennigabsatz hatten, und waren viel leichter an- und auszuziehen. Männer trugen sie nur noch als Tanzschuh und heutzutage gibt es Männerpumps lediglich als Kostümteil in der Oper oder als Zubehör für Drag-Queens. Insbesondere in den 1980ern wurden Pumps so richtig populär und es kamen viele bequeme Pumps mit relativ runder Spitze und nur mäßig hohen Absätzen auf den Markt. Sie etablierten sich als Teil des Businesskostüms von Frauen, fanden aber aufgrund ihrer Schlichtheit auch in der Freizeitkleidung mehr und mehr Verwendung. Das Modejahrzehnt der 80er Jahre kehrt zur Zeit auch in deutsche Geschäfte zurück und damit auch die passenden Schuhe.

Vielseitig und flexibel

Streng genommen zählen zur Schuhmodellgruppe der Pumps lediglich diejenigen Schuhe, die über eine rundum geschlossene Form verfügen. Der Einstieg kann dabei allerdings weit ausgeschnitten sein. Sobald allerdings Riemchen, Schnallen oder Spangen im Spiel sind oder die Zehen frei liegen, wie beim Peeptoe, ist die Bezeichnung "Pumps" offiziell falsch. Der Absatz ist nach offiziellen Maßgaben zwischen drei und neun Zentimetern hoch und damit eigenen sich die Pumps sowohl für den Alltag als auch für den großen Auftritt. Ganz frei sind die Hersteller in der Verwendung der Materialien. Traditionell aus glattem Leder gibt es Pumps auch in Wildleder oder aus Stoff, bzw. mit Stoff bezogen. Besonders beim Turniertanz werden sie auch außerhalb der Trendwellen getragen, dabei werden die Tanzpumps oft zu jedem Kleid neu mit einem dazu passenden Stoff bezogen. In dieser Saison wird man sie wohl wieder mehr sehen, zu Businesskleidung genau wie zur Röcken, Hosen und Jeans. Meist in schwarz, aber auch in Creme- und Pudertönen ist die Farbgebung nicht besonders bunt aber dezent-geschmackvoll und vielseitig allemal. Ganz wie das Erfolgsschuhmodell selbst.